pop up description layer
Portal » Geilenkirchen » City-Info » geologische Informationen

Geologische Informationen für Geilenkirchen   Geographie


Fotos: Sanft abfallender Einschnitt des Wurmtals bei Geilenkirchen-Süggerath


upKulturlandschaft

Das Umfeld Geilenkirchens ist geprägt durch landwirtschaftliche Nutzung und zeigt sich heute als Ackerlandschaft und westlich von Geilenkirchen zum Teil als Heidegebiet. Durch das milde, von der Nordsee beeinflusste Seeklima mit einer durchschnittlichen Niederschlagsmenge von ca. 750 Millimetern, bieten sich gute Voraussetzungen für Agrarkulturen.

Zu Beginn unserer heutigen Zeitrechnung war die Landschaft von Wald bedeckt, bis der Mensch durch Rodungen über zwei Jahrtausende hinweg das Landschaftsbild schuf, welches wir heute kennen. Um etwa 500 begannen die Franken damit, den Wald in größerem Ausmaß zu roden und das Land zu kultivieren. Aus dieser Zeit stammen auch die Ortsnamen mit der Endung -rath, wie zum Beispiel Tripsrath, Süggerath, Grotenrath, um nur einige zu nennen. Auch im 19. Jahrhundert war das Gebiet noch von Gehölzen und kleineren Wäldern durchsetzt, von denen heute noch viele Flurnamen Zeugnis geben.

Entsprechend des früheren Landschaftsbildes findet man außerdem Ortsnammen mit der Endung 'broich' (Bruch) für Ortschaften in feuchten Niederungen des Wumtals und die Endung 'heid' (Heide) für Ortschaften in ehemaligen Heidegebieten.  Ortschaften Weiler Höfe


upGeilenkirchener Lehmplatte

Die »Geilenkirchener Lehmplatte« gehört zur Kulturlandschaft Jülicher Börde – Selfkant. Geilenkirchen liegt inmitten dieser Lehmplatte. Die Höhe dieser Kulturlandschaft variiert von ca. 100 m über NN und ca. 30 m über NN an der unteren Rurniederung. Sie umfasst die Jülicher Börde im Süden und den Bereich der Selfkant-Terrassenplatte im Norden, deren zentraler Bereich die leicht nach Norden geneigte Geilenkirchener Lehmplatte ist.



Blick in Richtung Rodebach

Die Geilenkirchener Lehmplatte geht im Selfkant bei Höngen-Tüddern entlang einer 12 m hohen Geländestufe in die Mittelterrassenebene von Havert über und fällt nach allen Seiten ab. In die Geilenkirchener Lehmplatte sind Rodebach und Saeffeler Baches tief eingeschnitten. Sie verlaufen in Ost-West-Richtung und fließen im Westen der Maasebene zu. Die Wurm gehört ebenfalls zum Stromgebiet der Maas.

upSand- und Tonschichten + Kiesablagerungen

Durch den Verlauf der erweiterten Maas wurde während der Eiszeit an der Jülicher Börde und dem Bereich der Selfkant-Terrassenplatte der Geilenkirchener Lehmplatte so mancher Kübel Sand abgelagert.
Teverener Heide
Westlich von Geilenkirchen befindet sich das ca. 450 ha große Naturschutzgebiet Teverener Heide mit (künstlichen) Seen und Moorgebieten, wo man die Schichtung gut erkennen kann (Foto). Der geologische Untergrund besteht aus Sand- und Tonschichten (jungtertiär), die von Sedimenten wie Schotter, Kies und Sand von Rhein und Maas überlagert werden.

 

upZwei Erdbeben in jüngster Vergangenheit

Am 09. September 2011 um 21:02 Uhr gab es ein Erdbeben am Niederrhein, das auch in Geilenkirchen spürbar war. Das Epizentrum des Bebens mit der Stärke 4,4 auf der Richterskala lag im Kreis Kleve bei Goch und verursachte keine größeren Schäden. Die Auswirkungen des Bebens waren nach Angaben von Erdbebenstationen im Ruhrgebiet, im Münsterland und bis nach Amsterdam zu spüren.

Am 13. April 1992, gab es ein Erdbeben der Stärke 5,9 im Rheinland. Es war das bisher letzte Schaden verursachende und stärkste Erdbeben in Mitteleuropa seit 1756. Sein Epizentrum lag 4 km südwestlich von Roermond in den Niederlanden. Personen wurden durch herabfallende Kamin- und Dachziegel verletzt. Die größten Schäden entstanden in dem Gebiet um die Stadt Heinsberg. Insgesamt entstand ein Sachschaden von etwa 150 Millionen Mark.


upSatellitenbild von Geilenkirchen

Mit den Kartenfunktionen bei Google können Sie eine Satellitenaufnahme von Geilenkirchen abrufen. Die Ansicht kann in verschiedenen Modi (auch als Karte) dargestellt werden und lässt sich für Detailansichten herauszoomen.

Klicken Sie auf die Grafik rechts um GoogleMaps mit dem Fokus auf Geilenkirchen in einem neuen Browserfenster zu öffnen.
Satelitenaufnahme von Geilenkirchen
 

upDas Flüsschen Wurm

Burg Trips Geilenkirchen


Das kleine Flüsschen Wurm fließt mitten durch Geilenkirchen und bildet die natürliche Grenze zwischen dem ursprünglichen Geilenkirchen und dem Stadtteil Hünshoven.

Die Wurm bei Geilenkirchen
geografische Karte Geilenkirchen

Die Wurm entspringt in Aachen, fließt von dort aus vorbei an Würselen und Herzogenrath, durch Geilenkirchen und mündet nördlich von Heinsberg in die Rur.

Als Wurmrevier bezeichnete man in den 20er bis 60er Jahren das Zechengebiet (Steinkohle) von Alsdorf, Herzogenrath, Hückelhoven, Kerkrade, Kohlscheid, Merkstein und Siersdorf.



up... noch mehr Geologie

Während der Eiszeit wurde durch die erweiterte Maas Sand abgelagert. Wenn wir (aus welchem Grund auch immer) Löcher graben, können wir die Sandkästen der Kinder gleich auffüllen. Westlich von Geilenkirchen gibt es immer noch Heideland, die »Teverner Heide«. Früher gab es einmal mehr davon, nicht nur westlich der Stadt. Davon zeugen die Namen der Ortschaften Hochheid und Niederheid.
Geilenkirchen Teverner Heide

An den Kies- und Sandgruben in der Heide finden Sie meine Aussage bestätigt. Zur Teverener Heide habe ich eine gesonderte Seite mit einigen Fots, Anfahrtsbeschreibungen und Karten erstellt.

weitere Info + Fotos der Teverener Heide

Unser fruchtbarer Ackerboden entstand durch die Vegetation nach der Eiszeit. Die Waldgebiete haben unsere Vorfahren eigenhändig gerodet. Das erklärt auch die häufig vorkommende Endung »rath« (von Roden) bei den Namen der umliegenden Dörfer, z.B. Hatterath, Gillrath, Grotenrath oder Süggerath.

Selfkantkantkreis

Übrigens hat der Name des oft belächelten SELFKANTs (eine westliche Gemeinde des Kreises) seine Begründung auch durch den Sandboden. Der Begiff "Selfkante" änderte sich im Wandel der Sprache und würde bei heutiger Namensgebung "Sandkante" sein (sagte mein Heimatkunde-Lehrer).

In einer Veröffentlichung der lokalen Presse (2006) wind nun vermutet, dass die Bezeichnung vom Saeffelbach abgeleitet wird. Vor vielen Jahrhunderten zunächst «Safia» genannt, später daraus Saefele abgeleitet. Nachforschungen ergaben, dass eine Ableitung - ähnlich wie bei den im Maas- oder Roerland gebräuchlichen Bezeichnungen Maas- und Roerkant - aus Saefelland den Begriff Saefelkant entstehen ließ und im Laufe der Zeit dann «der Selfkant».




upKoordinaten: 50°57'48.5" Nord   6°07'17.2" Ost

(Koordinaten für den Kreisverkehr in der Stadtmitte) Mit den geographischen Koordinaten (geographische Breite und geographische Länge) lässt sich die Lage Geilenkirchens präzise bestimmen. Wenn Sie mehr zur geografischen Lage und der Geografie lesen möchten geht es nun weiter auf der Seite

Informationen zur Geografie