pop up description layer
Portal » Geilenkirchen » City-Info » Weltkrieg

Weltkrieg - Geilenkirchen

Westwall Nähe Geilenkirchen bei Aachen

Foto: Westwall bei Aachen


upErster Weltkrieg

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Rheinland entmilitarisiert und von alliierten Truppen besetzt. In Geilenkirchen gab es französische, marokkanische sowie belgische Truppen (Marokko war seit 1912 französisches Protektorat). Von 1918 bis 1929 waren belgische Besatzungssoldaten in einer Kaserne (Kamp van Dinant) stationiert, die sich südlich des Hünshoverner Hofes an der Aachener Straße befand. [wikipedia]




upWeltkrieg II Siegfriedlinie - Westwallanlagen Geilenkirchen

Während des 2. Weltkrieges wurde Geilenkirchen arg in Mitleidenschaft gezogen. Fotos aus dieser Zeit finden Sie im Archiv oder auch in verschiedenen Ausgaben des Heimatkalenders. Die Anlagen des Westwalls befanden sich in unmittelbarer Nähe. Befestigte Stellungen im Wurmtal östlich von Geilenkirchen und Bunkeranlagen in Beeck und Süggerath waren im November 1944 stark umkämpft. Die Stadt Geilenkirchen wurde im Zweiten Weltkrieg zu rund 80 Prozent zerstört.

Geilenkirchen war stark befestigt. Die Bunkeranlagen in der Nähe Süggeraths und Befestigungen in der Nähe Beecks wurden gegen Kriegsende noch ausgebaut. Südöstlich von Geilenkirchen, wurde ein etwa 10 km langer Minengürtel ausgelegt, der vorbei an Immendorf und Puffendorf in Richtung Jülich führte. Entlang der Wurm zwischen Übach-Palenberg und Randerath hat es damals etwa 400 Bunker gegeben.

Die Spuren der Befestigungsanlagen waren noch bis in die 1970 Jahre sichtbar, sind aber heute weitgehend verschwunden. Lediglich ein Panzerhindernis bei Gut Hommerschen (Betonfundamente) und zwei zwischen Süggerath und Geilenkirchen angelegte Geländehindernisse (so genannte Panzergräben) sind noch erkennbar. Eine Tafel östlich von Beeck erinnert an eine ehemalige Bunkeranlage des Westwalls. Die über lange Zeit sichtbare gesprengte Bunkerruine zwischen Geilenkirchen und Süggerath wurde vor Jahren entfernt. Reste eines ehemaligen Bunkers findet mal mit viel Spürsinn noch in der Nähe Müllendorfs, südlich der Bahnlinie.




Der 'nasse Graben' bei Burg Trips wurde 2015 nach einem Antrag des Amtes für Denkmalpflege in die Bodendenkmalliste der Stadt Geilenkirchen eingetragen.






upFotos Bahnübergang Richtung Immendorf


anklicken anklicken anklicken

Quelle hist. Fotos: WW2 History-Book

Operation Clipper: Eine von britischen und amerikanischen Kräften (British XXX Corps, US 84th Infantry Div.) gemeinsam durchgeführte Operation startete im November 1944. Amerikanische Truppen sollten Prummern und Gebiete östlich von Geilenkirchen einnehmen. Britische Einheiten hatten die Aufgabe nördlich und westlich von Geilenkirchen auf Bauchem und Tripsrath vorzurücken. Die 84. US Division sollte danach die Stadt besetzen. In der letzten Phase sollte das Wurmtal nordöstlich von Geilenkirchen eingenommen und Hoven, Müllendorf, Würm und Beeck besetzt werden.



upDer Westwall

Die ersten beiden Fotos unten zeigen die Westwallanlege / die Siegfried-Line bei Aachen, das rechte Bild einen Sperrgraben, einen so genannten "nassen Graben" bei Burg Trips in Geilenkirchen. Zur Anzeige einer Großansicht können Sie die Vorschaubilder anklicken.

Westwall bei Aachen
bei Aachen
Westwall-Bauwerk bei Aachen
Westwallanlage
nasser Graben Westwall Geilenkirchen
nasser Graben

Die Panzersperranlagen wurden wegen ihrer Form auch Höckerlinie oder Drachenzähne genannt. Die Höcker aus Stahlbeton stehen in mehreren Reihen auf einem gemeinsamen Fundament. Regulär lassen sich zwei Hindernistypen nachweisen: Das Hindernis vom Typ 1938 mit 4 von vorne nach hinten ansteigenden Zähnen und das Hindernis 1939 mit 5 dieser Zähne (Foto 1).

nasser Graben Westwall Geilenkirchen Es wurden außerdem sehr viele unregelmäßige Höckerlinien gebaut. Wo es die Geografie der Gegend zuließ, wurden anstatt der Panzersperren wassergefüllte Gräben ausgehoben. Überbleibsel solcher Anlagen finden sich noch in der Nähe des Spielplatzes Müllendorf und bei Burg Trips. Westlich von Burg Trips kann man noch eine der Befestigungsanlagen erkennen: Einen Panzergraben, der dem Westwall / den Befestigungsanlagen auf der Anhöhe rechts der Wurm vorgelagert war. (Foto 3)

zerstörte Bunkeranlage Östlich von Burg Trips, versteckt hinter Baumbewuchs, sind die Reste eines weiteren 'nassen Grabens' zu sehen. Auch dieser Panzergraben war Bestandteil des Westwalls und den Befestigungsanlagen auf der Anhöhe östlich der Wurm vorgelagert. (Foto 4)

Wenn Sie sich für diese Zeitepoche interessieren, haben Sie sicher schon von den Kämpfen im Wurmtal bei Geilenkirchen, an ▷ Burg Trips oder auch an ▷ Schloss Leerodt gelesen.

Während der Kämpfe an der Rurfront zum Ende des zweiten Weltkrieges befand sich auf Schloss Leerodt ein Notlazarett der US-Armee.

upWestwall-Webseiten
http://www.westwall-museum.de/
http://www.westwall.page.cx/
http://www.neckar-enz-stellung.de/
http://home.t-online.de/home/go-now/ Westwall im Saarland
http://d.lois.bei.t-online.de/ Westwall in Nordrhein-Westfalen
http://www.westwallmuseum-irrel.de/ Panzerwerk Katzenkopf
http://www.westwallmuseum-sinz.de/
http://www.7grad.org/ Westwallinfos NRW, Region Aachen
http://www.jinxed.de/westwall/update.php3



upLiteratur Weltkrieg Geilenkirchen

Literatur: "The men of company k" ('Die Männer der K-Kompanie'). Das Buch beschreibt Erinnerungen aus der Sicht eines beteiligten amerikanischen Soldaten. Sprache: englisch, ISBN 0-553-26272-6

Literatur: 'The battle for Geilenkirchen' (Kampf um Geilenkirchen). Ein weiteres sehr gutes Buch über die Kriegsgeschehnisse in GK ist von Ken Ford mit dem Titel: Assault on Germany "The battle for Geilenkirchen". Battle of Britain Prints International, 2008 - 55 Seiten. Eine Kopie finden Sie in der Stadtbücherei. Das Buch ist nach der Neuauflage (15. Oktober 2009) nun wieder als Neuexemplar für etwa 25 Euro erhältlich. In entsprechenden Online-Börsen und Internet Buchshops könnten Sie fündig werden. Sprache: englisch, ISBN-10: 1848840985, ISBN-13: 978-1848840980

Literatur: 'The battle of Germany'
von Theodore Draper. (The 84th infantry division in the battle of Germany, November 1944 - May 1945)
Sprache: englisch

Literatur: "Rurfront 1944/45" (Rur-Überquerung)
Ein interessantes Buch des Autors Hans Kramp aus Linnich mit vielen Fotos und Berichten auf ca. 570 Seiten. Das Buch war zum Preis von ca. 40 Euro in lokalen Buchhandlungen erhältlich.

Rurfront 1944/45 front Rurfront 1944/45 back Der Autor verstarb vor einigen Jahren, jedoch wurde das Buch von den Nachkommen des Herrn Kamp noch einmal neu aufgelegt.
Sprache: englisch / deutsch
ISBN-13: 9783923219001

Weil ich sehr häufig email-Anfragen zum 2. Weltkrieg, speziell zur "Rurfront" und "Rur-Überquerung" hatte (Lindern ist 4 km entfernt von Linnich), gibt's nun eine Seite zu diesem Thema. Zu den Geschehnissen entlang des Westwalls (Siegfriedlinie) im Bereich Geilenkirchen werde ich demnächst Informationen ins Netz stellen.

▷ Meine Infoseite zur Rurfront, Linnich-Rurdorf-Tetz

upYouTube-Video Geilenkirchen November 1944



Kurz-URL zum Kopieren:   https://youtu.be/bpPItxSGqe4



upBrückenkopf Geilenkirchen 1944

Während in den Ardennen noch heftige Kampfhandlungen anhielten, verteidigte die 102te US-Division im Bereich Geilenkirchen einen Brückenkopf, der später im Februar Ausgangspunkt für die Rurüberquerung bei Linnich sein sollte.

GoogleMap für das Gebiet der Karte Die Karte unten zeigt die Situation am 24. Dezember 1944. Die originale Grafik (als Grundlage) wurde mir nach einem Emailkontakt von Herrn Leibnitz zur Verfügung gestellt. Bericht der Handlungen vom 3. - 28 November (englisch) bei Waurichen Immendorf Beeck:

▷ The Ninth Army Attacks November 3 to November 28, 1944



Frontverlauf bei Geilenkirche Rurüberquerung bei Linnich