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Pilzinfektionen der Haut bei Rennmäusen

Informationen zur Gesundheit und Krankheiten von Rennmäusen


Erfahrungen und Gesundheitstipps.
Die Informationen auf diesen Seiten ersetzen keinen tierärztlichen Rat!

Die Inhalte der Seiten wurden von tiermedizinischen Laien zusammen gestellt. Die Inhalte spiegeln lediglich Erfahrungen und Beobachtungen von Züchtern und Rennmausbesitzern wieder, erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und medizinische Fachkenntnis.


Pilzinfektionen

Als Pilzinfektionen (Mediziner sagen Mykose) bezeichnet man eine Infektionskrankheit durch Pilze als Parasiten im lebenden Gewebe. Die Erreger können Myzelpilze und Hefen sein. Pilzinfektionen treten bei Menschen, Tieren aber auch bei Pflanzen auf. Es gibt eine grobe Unterscheidung nach Verursacher

Die Mykosen lassen sich in Mykosen der Haut, Mykosen der Nägel und Mykosen der Schleimhäute einteilen. Bei Rennmäusen tritt vor allem die letztere manchmal auf.

Wenn Rennmäuse sich übermäßig viel kratzen, müssen es also nicht immer Milben sein. Manchmal ist es eine Pilzinfektion, die im Gegensatz zum Milbenbefall verhältnismäßig leicht zu behandeln ist (Tierarzt aufsuchen). Auf dieser Seite findest du auch Informationen zum Ringwurm, eine besondere, allerdings sehr seltene Pilzinfektion.


 ⏶  Indikationen Anzeichen


Beim Pilzbefall der Haut kratzt die Maus sich ungewöhnlich oft (nicht verwechseln mit Putzen). In schlimmen Fällen kratzt sich die Maus blutig und verliert Fell. Pilzbefall ist für die Maus sehr stressig (Juckreiz).
Bei einer Pilzerkrankung der Haut treten kreisrunde / ovale haarlose Stellen im Fell der Wüstenrennmaus auf. Diese Hautstellen können Entzündungen aufweisen.
Beim Pilzbefall der Schleimhäute, der kann an Nase und Ohren auftreten, Putzt die Maus ihre Nase sehr häufig bzw. putzt und kratzt ihr befallenes Ohr deutlich oft.
Bei starkem Juckreiz kann es soweit gehen, dass deine Rennmaus ihr Näschen oder Ohr blutig kratzt, was dann eine Diagnose manchmal fehlleitet.
Wenn Kratzen am Ohr zu einen zusätzlichen Entzündung führt, können in extremen Fällen sogar Gleichgewichtsstörungen auftreten.

Eine Mykose der Krallen (Hornteil / Mykosen der Nägel) tritt seltener auf.

Die Symptome einer Pilzinfektion können den Anzeichen für einen Parasitenbefall ähneln. Lese also zur Sicherheit die Infos
auf der Seite Parasiten


 ⏶  Ursachen

Bei der Ansteckung einer Pilzerkrankung werden in der Regel zunächst Sporen der Pilze übertragen, die sich dann zu Pilzen weiter entwickeln.

Einschleppung des Pilzes durch Gegenstände der Einrichtung. Einschleppung durch Heu und Einstreu. Übertragung durch den Menschen


 ⏶  Maßnahmen

Die Behandlung von Pilzerkrankungen ist mit dem richtigen Mittelt problemlos, die Problematik liegt in der Erkennung / Diagnose. Pilzerkrankungen werden mit Antimykotika behandelt. Da wird aber je nach Erkrankung (Hefepilze oder Erkrankung der Schleimhaut) unterschieden und ein entsprechendes Mittel eingesetzt. Wenn fälschlicherweise Milben diagnostiziert werden, wird sich durch die Behandlung gegen Milben das Krankheitsbild nicht verbessern.

Es reicht nicht die Maus zu behandeln. Käfig und Einrichtung müssen gereinigt werden. Wenn zur Käfigreinigung Handfeger, Bürste oder Tücher aus der Zeit vor der Behandlung weiterbenutzt werden, kannst du ohne Desinfizierung wieder Sporen einschleppen!

Nest und Käfig völlig ausräumen
Käfig gründlich mit Essigwasser / Seifenlauge auswaschen
Einrichtung gründlich mit Essigwasser / Seifenlauge abwaschen
Mittel gegen Pilzinfektion besorgen (Tierarzt)
Der Rat des Tierarztes ist unbedingt notwendig da der Pilztyp bestimmt werden sollte. Die Anwendung von Medikamenten sollen Erwachsene übernehmen.
Mit einem richtig eingesetzten Mittel, das allerdings machmal in einem Klecks Süßspeise verabreicht werden muss (schmeckt eklig und bitter), wird die Infektion rasch kuriert sein.


 ⏶  Vorbeugung

Hygiene: Übertragung (den Transport von Sporen) durch Händewaschen eindämmen.
Sauberkeit: Übertragung über neue Einrichtungsgegenstände durch vorherige Reinigung eindämmen.
"Pilzgünstiges Klima", Feuchtigkeit plus Wärme, möglichst vermeiden: Dauernd tropfende Wasserflaschen und feuchte Einstreu gehören nicht ins Terrarium.


 ⏶  Pilzerkrankung Ringwurm

Ringwurm (Wäschekrätze) eine äußerst selten auftretende Erkrankung ist nicht wirklich ein Wurm sondern ein Fadenpilz! Eigentlich handelt es sich um eine in den Tropen häufiger auftretende Erscheinung. Ringwurm ist äußerst selten bei Rennmäusen. Die Symptome sind augenscheinlich gleich mit einem Milbenbefall.

Ringwürmer können auch von Mäusen auf Menschen übertragen werden. Kräfiges Kratzen, nachdem man eine infizierte Maus angefasst hat, würde eine Übertragung begünstigen. Die Pilze geraten so besser an die Haut.

Soweit meine Informationen stimmen könnte ein Tierarzt eine Ringwurminfektion mit einer floureszierenden Lampe diagnostizieren. Übertragen wird er durch Holzspäne und Heu, behandelt mit Suralan or Canesten

Keine Panik, Ringwurm ist wirklich äußerst selten. Dieser Beitrag wurde veröffentlicht, um im Fall der erfolglosen Behandlung gegen Milben eine weitere Möglichkeit aufzuzeigen.


Info zum Ringwurm

Quelle: Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 178

Ringwurm, tropischer Ringwurm, Dhobie itch = Wäscherkrätze in Ostasien genannt; wissenschaftlicher Name Tinea circinata.

Es handelt sich um eine weit in den Tropen verbreitete Hautkrankheit, die besonders da, wo feuchtes Klima herrscht, häufig auftritt. Der Erreger ist ein Fadenpilz, der auch Dauerformen, sog. Sporen, bildet. Die Pilze wuchern, von der Hornschicht der Oberhaut ausgehend, allmählich in tiefere Schichten dieser und verursachen dabei entzündliche Vorgänge der Oberhaut. So entstehen zuerst kleine rötliche Knötchen, dann allmählich Flecke, die schließlich zu größeren Herden zusammenschmelzen und dabei bogenförmige oder ringförmige Gestalt im weiteren Verlauf annehmen, daher ,,R." (Wurm ist ja ein populärer Name für viele langsam fortschreitende Hautaffektionen). Besonders da, wo die Haut leicht schwitzt und durch Reibung der Wäsche aufgelockert wird, siedeln sich die Pilze an; solche Stellen sind Hodensack, Schenkelbeugen, Damm, Achseln, Knöchelgegenden. Es besteht meist ein äußerst starker Juckreiz, und durch das gegen ihn angewandte Kratzen werden die Pilze nur weiter in die Haut eingerieben und das Leiden so nur verschlimmert. Das an sich harmlose Leiden kann wegen dieses starken Juckens ev. zur Tropendienstuntauglichkeit führen. Die Übertragung geschieht oft durch die Wäsche, die Pilzsporen enthält, daher "Dhobie iteh". Die Behandlung muss stets eine sehr gründliche sein, da bei dem tiefen Eindringen der Pilze die Dauerformen (Sporen) oft den Mitteln schwer zugänglich sind, unter günstigen Bedingungen (Rückkehr in heiße feuchte Klimate) wieder auskeimen und so Rückfälle verursachen. Bestimmte vom Arzt auszuwählende Salben, wie Chrysarobin (s.d.), Naphthol, Ichthyol u. a. sind die anzuwendenden 'Mittel.




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