Rennmaus Futter

Allgemeines über Rennmäuse

Grundwissen Rennmaus Gattung und Familie

Ich hatte vor 1998 noch nie von Rennmäusen gehört. Das ist nicht ungewöhnlich. Rennmäuse als Haustiere kennt man in Deutschland erst seit 1964. Man holte die Rennmäuse aus Amerika, wo man die Tiere schon 1950 aus der Mongolei mitgebracht hatte.

Rennmaus Käfig Terrarium Aquarium
Mongolische Rennmäuse (englisch Gerbils) sind Säugetiere, gehören zur Gattung der Nagetiere, werden eingestuft als Unterfamilie der Langschwanzmäuse. Sie haben auf dem ersten Blick, wegen der für Mäuse recht kleinen Ohren, Ähnlichkeit mit einem Hamster. Die Rennmäuse bilden eine zu den Langschwanzmäusen gehörende Verwandtschaftsgruppe der mäuseartigen Säugetiere. Bekannt sind etwa 22 Gattungen.

Die umgangssprachliche Bezeichnung «Wüstenrennmaus» ist eigentlich falsch: Rennmäuse sind keine "echten" Mäuse, sondern mit Hamstern oder Wühlmäusen näher verwandt als mit Hausmäusen.

Woher stammen Rennmäuse?

Rennmäuse leben in trockenen Landschaften (Steppe) der Mongolei. Daher auch der Name «mongolische Rennmaus» oder «Wüstenrennmaus». Dort sind die Sommer heiß und die Winter sehr trocken und kalt. Rennmäuse finden einen Weg der Kälte im Winter und der großen Hitze im Sommer aus dem Weg zu gehen, vertragen aber keine Feuchtigkeit.

Die Republik Mongolei grenzt im Norden an Russland, im Süden an China. Die Wüste Gobi liegt im Süden der Mongolei. Karte der Mongolei:
Rennmaus Käfig Terrarium Aquarium
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Leben in freier Wildbahn

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Rennmäuse leben in Familienverbänden in Steppen und Graslandschaften des nördlichen China, Kasachstan und der mongolischen Steppe (Wüste Gobi). Die Tiere leben in Familiengruppen. Die Eltern dulden in ihrem Sozialverband 2 bis 3 Nachwuchsgenerationen.

In der freien Natur finden sie Schutz in Erdhöhlen. Dazu graben sie unterirdische Gänge mit einem Durchmesser von etwa 4 cm. In den Höhlensystemen sind sie vor Witterungseinflüssen (Kälte und Hitze) und Feinden (Steppenfüchse, Füchse und Eulen) geschützt.
Die Gänge sind 5-6 m lang und haben Nestkammern in 45 cm Tiefe (im Sommer) oder 150 cm Tiefe (im Winter). Sie verteidigen ihr Höhlensystem gegenüber fremden Mäusen und alle Familienmitglieder sammeln gemeinsame Futtervorräte, manchmal bis zu 20 kg. Sie ernähren sich von Samen, Nüssen und Wurzeln fressen aber auch kleine Früchte und Wüstenpflanzen. Bei Futtermangel sind sie in der Lage, ihr Revier um bis zu 50 km zu verlegen.

Rennmäuse halten keinen Winterschlaf und sind nacht- und tagaktiv. Rennmäuse sind schnell und flink, das ist bei den vielen Feinden in der freien Natur wichtig.

Eine Rennmaus wird mit etwa 6 - 8 Wochen geschlechtsreif (männliche Tiere etwas später). Die Tragzeit beträgt 22 - 24 Tage. Ein Mäuseweibchen kann bei einem Wurf bis zu 9 Junge zur Welt bringen (normalerweise 4-6). In freier Wildbahn werden Rennmäuse bis zu 5 Jahre alt. Siehe zu diesem Thema auch: - Rennmaus als Heimtier

Aussehen der Rennmaus

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Eine Rennmaus hat einen kompakten Rumpf, einen behaarten Schwanz und etwas verlängerte Hinterbeine. Die Rennmaus hat weit oben am Kopf liegende große Augen und typische große Mittelohren.

Auf dem linken Foto sieht man eine erwachsene Rennmaus. Auf dem rechten Foto siehst Du eine sehr junge Maus. Die Proportionen stimmen noch nicht ganz. Der Körper erscheint im Verhältnis zu den Füßen recht klein.
Von Natur aus haben sie ein sandfarbenes Fell, doch schon längst haben Züchter viele verschiedene - Farbvarianten gezüchtet. Das Gewicht der Rennmaus liegt bei 75-110 g. Sie haben einen mausähnlichen Körper, der ca. 12 cm lang wird (aufrecht stehend, gesteckt) und einen Schwanz, der bei der erwachsenen Maus die gleiche Länge hat. Der Kopf ist größer und rundlicher als bei gewöhnlichen Mäusen. Sie können sich dank ihrer langen Hinterbeine und ihrer großen Füße aufrecht hinstellen.

Kämpfer mit Klauen


Bei domestizierten Rennmäusen (Heimtiere) handelt es sich um Mäuse der Unterfamilie 'Gerbillinae' - Untergruppe 'Meriones unguiculatus'. Während mongolische Wüstenrennmäuse in freier Wildbahn bis zu 5 Jahre alt werden, ist die Lebenserwartung eines Heimtieres bei artgerechter Haltung und Ernährung im Schnitt etwa 3 Jahre. Sie können allerdings bis zu fünf Jahre alt werden. Mein Brutus wurde, obwohl er die beiden letzten Jahre alleine leben musste, 5 Jahre alt!

Populär wurden Gerbils in den USA nach 1950, als Rennmäuse zu wissenschaftlichen Zwecken aus der Mongolei importiert wurden.


Die früheste Erwähnung von Rennmäusen findet man im Jahr 1866. Der französische Pater Abbè Armand David, schickte "gelbe Ratten" aus Nordchina zum naturkundlichen Museum in Paris (Musée d'Histoire Naturelle). Der wissenschaftliche Artenname "Meriones Unguiculatus" wurde 1867 festgelegt. Dieser lateinische Name bedeutet "Kämpfer mit Klauen".

Nach Europa kamen Rennmäuse als Haustiere erst im Jahr 1964 aus den Vereinigten Staaten. Beinahe alle Rennmäuse, die als Haustiere gehalten werden, stammen von jenen 40 Mäusen (20 Paaren) ab.


Gebräuchliche Bezeichnungen

  • mongolische Rennmaus
  • Rennmaus
  • Wüstenrennmaus
  • mongolische Wüstenrennmaus
  • mongolische Wüstenmaus
  • Gerbil
  • Mongolian Gerbil
  • Gerbillinae
  • Mongolische Rennratte
  • Meriones Unguiculatus
'Meriones Unguiculatus' ist ihr wissenschaftlicher Name. 'Gerbils' [sprich: Göbils] werden die Rennmäuse in den englischsprachigen Ländern genannt.
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Das sagt Wikipedia: Die Rennmäuse (Gerbillinae) bilden eine Unterfamilie der Langschwanzmäuse und bewohnen die Wüsten, Halbwüsten, Steppen und Savannen Afrikas und Asiens. Sie sind die größte Gruppe der Nagetiere, die an ein Leben in trockener Umgebung angepasst ist. Einige Rennmäuse, insbesondere die Mongolische Rennratte, werden häufig als Heimtier gehalten.

Die Mongolische Rennratte (Meriones unguiculatus) ist eine zu den Rennratten gehörende Art der Rennmäuse. Sie bewohnt Steppen, Halbwüsten, Wüsten sowie Grasländer in der Mongolei und in angrenzenden Gebieten im Norden Chinas, in der Mandschurei sowie im Süden Sibiriens und ist nicht gefährdet. 1867 von Alphonse Milne-Edwards als Gerbillus unguiculatus beschrieben, bezieht sich ihr wissenschaftlicher Artname auf die auffälligen, vergleichsweise großen, dunkel gefärbten Krallen.

Verweise zu ähnlichen Themen auf Gerbils-Crossing (demnächst)

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