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Rennmaus Grundwissen

Woher stammen Rennmäuse?

Herkunft und Lebensraum der mongolischen Rennmaus

Wikipedia: Die Rennmäuse (Gerbillinae) bilden eine Unterfamilie der Langschwanzmäuse und bewohnen Halbwüsten, Steppen und Savannen. Die zu den Rennratten gehörende Art der Rennmäuse bewohnt Steppen, Halbwüsten, Wüsten sowie Grasländer in der Mongolei und in angrenzenden Gebieten im Norden Chinas.

Die Mongolei

Die Republik Mongolei liegt in Ostasien, grenzt im Norden an Russland und im Süden an die Volksrepublik China. Meine linke Grafik zeigt auf der Weltkarte die Mongolei (gelb) und einen Größenvergleich zu Deutschland (blau). Die Mongolei ist etwa viereinhalbmal so groß wie Deutschland, hat aber nur rund 3 Millionen Einwohner. Die rechte Grafik zeigt eine Karte der Mongolei mit der Wüste Gobi im Süden.
Woher stammen Rennmäuse Mongolei
Rennmaus Republik Mongolei

Steppenlandschaft

Wegen des trockenen Kontinentalklimas schwanken die Temperaturen im Laufe des Jahres sehr stark: Im Winter liegen die durchschnittlichen Tagestemperaturen bei -25 °C, im Sommer bei +20 °C. Rennmäuse leben also in Wüsten und den trockenen Landschaften (Steppe) der Mongolei. Daher stammt auch die Ableitung der Bezeichnung «mongolische Rennmaus» oder «Wüstenrennmaus». Dort sind die Sommer heiß und die Winter sehr trocken und kalt. Rennmäuse finden einen Weg der extremen Kälte im Winter und der großen Hitze im Sommer aus dem Weg zu gehen, vertragen aber keine Feuchtigkeit.

Rennmäuse Steppenlandschaft Mongolei
Rennmaus Wüste Gobi Mongolei

Leben in freier Wildbahn

Rennmäuse leben in Familienverbänden in Steppen und Graslandschaften des nördlichen China, Kasachstan und der mongolischen Steppe (Wüste Gobi). Die Tiere leben in Familiengruppen. Die Eltern dulden in ihrem Sozialverband 2 bis 3 Nachwuchsgenerationen.

Sie ernähren sich von Samen, Nüssen und Wurzeln fressen aber auch kleine Früchte und Wüstenpflanzen. Bei Futtermangel sind sie in der Lage, ihr Revier um bis zu 50 km zu verlegen. Von Natur aus haben sie ein sandfarbenes Fell, doch schon längst wurden viele verschiedene Farbvarianten gezüchtet.

Der Bau mit Höhlensystem

Rennmäuse leben in Familienverbänden in Steppen und Graslandschaften
In der freien Natur finden sie Schutz in Erdhöhlen. Dazu graben sie unterirdische Gänge mit einem Durchmesser von etwa 4 cm. In den Höhlensystemen sind sie vor Witterungseinflüssen (Kälte und Hitze) und Feinden (Steppenfüchse, Füchse und Eulen) geschützt. Die Gänge sind 5-6 m lang und haben Nestkammern in 45 cm Tiefe (im Sommer) oder 150 cm Tiefe (im Winter). Sie verteidigen ihr Höhlensystem gegenüber fremden Mäusen und alle Familienmitglieder sammeln gemeinsame Futtervorräte, manchmal bis zu 20 kg.

Domestizierung

Die früheste Erwähnung von Rennmäusen findet man im Jahr 1866. Der französische Pater Abbè Armand David, schickte "gelbe Ratten" aus Nordchina zum naturkundlichen Museum in Paris (Musée d'Histoire Naturelle). Populär wurden Gerbils in den USA nach 1950, als Rennmäuse zu wissenschaftlichen Zwecken aus der Mongolei importiert wurden. Nach Europa kamen Rennmäuse als Haustiere erst im Jahr 1964 aus den Vereinigten Staaten. Beinahe alle Rennmäuse, die als Haustiere gehalten werden, stammen von jenen 40 Mäusen (20 Paaren) ab.

Bei domestizierten Rennmäusen (Heimtiere) handelt es sich um Mäuse der Unterfamilie 'Gerbillinae' - Untergruppe 'Meriones unguiculatus'. Während mongolische Wüstenrennmäuse in freier Wildbahn bis zu 5 Jahre alt werden, ist die Lebenserwartung eines Heimtieres bei artgerechter Haltung und Ernährung im Schnitt etwa 3 Jahre. Sie können allerdings bis zu fünf Jahre alt werden. Mein Brutus wurde, obwohl er die beiden letzten Jahre alleine leben musste, 5 Jahre alt!
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